Kuh

Über mich: ein kleiner Einblick in meinen Lebensweg – Stationen, die mich geprägt haben, und Erfahrungen, die geblieben sind. Worte und Bilder begleiten mich, weil sie mir helfen, das Leben wahrzunehmen, festzuhalten und weiterzugeben.

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.

Dietrich Bonhoeffer (* 4. Februar 1906 in Breslau, † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg) war ein lutherischer Theologe, Vertreter der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt.

Der Weg ist das Ziel – neue Schritte ergeben sich im Laufen…

Michael Kuhrau

Ich bin Jahrgang 1960 und in Berlin-Rudow aufgewachsen. Meine Kindheit stand im Schatten der Mauer – wie ein Leben auf einer Insel, fast wie in einem Dorf. Wenn wir nach Neukölln wollten, „fuhren“ wir in die Stadt. Das war unsere Wirklichkeit.

Wo heute die Gropiusstadt steht, erinnere ich mich nicht mehr an Felder, aber an Sandberge, auf denen wir spielten, und an ein Wäldchen zwischen den Hochhäusern. Orte, die sich größer anfühlten, als sie waren.

Mit dem Fahrrad konnte ich in jede Richtung fahren – weit kam ich nie. Die Mauer war immer da. Sie begrenzte nicht nur Wege, sondern auch den Blick. Trotzdem haben mir diese Fahrten Freude gemacht. Vielleicht gerade deshalb.

Die Fahrten durch die „Zone“ waren für mich als Kind aufregend. Einmal im Jahr, auf dem Weg in den Urlaub, hielten wir im Intershop in Quitzow und trafen dort eine Verwandte meines Vaters. Eigentlich durfte das nicht sein. Einmal wurden wir an der Grenze gründlich kontrolliert, weil Dinge fehlten, die wir bei der Einreise noch hatten. Meine Mutter sagte nur: „Sie glauben gar nicht, was drei Kinder alles essen können.“ Ich habe diesen Satz nie vergessen.

Nach der Realschule wusste ich nicht, wohin mein Weg gehen sollte. Erst nach meiner kaufmännischen Ausbildung im KaDeWe habe ich eine Entscheidung getroffen, die sich wirklich nach meiner eigenen anfühlte: Ich habe mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, über mich selbst zu bestimmen.

Dann kam 1989. Die Mauer fiel. Ein Wunder – politisch und menschlich. Und doch benötigte ich Zeit, um zu begreifen, was das für mein eigenes Leben bedeutete.

Während meines Studiums hat sich mein beruflicher Weg eher ergeben als geplant. Ich wurde EDV-Administrator für soziale Einrichtungen. Seit 2011 arbeite ich selbstständig, seit 2023 zusätzlich als Systemadministrator für den Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden. Ein Weg, der sich richtig anfühlt, auch wenn er nicht gerade war.

Und privat: Ich habe 2002 geheiratet. Seit 2018 bin ich geschieden – und heute in Frieden damit. Diese Jahre waren wichtig für mich. Zwei Jungen, für die ich Verantwortung übernommen habe. Meine Pflegekinder bleiben ein Teil meines Lebens. Das ist mir wichtig.

Diese Zeit hat Spuren hinterlassen. Und sie hat mir gezeigt, was mir fehlt – und was ich wirklich benötige.

Im August 2015 habe ich Nikola kennengelernt. Meine wirklich tiefe Liebe. Mit dir ist es anders – still, tief, zärtlich. Ich bin dankbar für dich. Für uns.

Was ich gerne mache?

Fotografie ist für mich mehr als ein Hobby. Ich versuche nicht, Bilder zu machen, sondern Momente wahrzunehmen. Manchmal entsteht dabei etwas, das ich so nicht gesucht habe – und genau das fasziniert mich.

Ich schreibe gerne. Worte helfen mir, meine bunten Gedanken zu sortieren und ihnen Form zu geben.

Seit 1999 gibt es meine Website. Sie verändert sich mit mir. Nichts bleibt, wie es ist – und das ist gut so.

Ich bin gerne unterwegs, ohne großes Ziel. Ein Café, ein Stück Kuchen, ein Milchkaffee – und Zeit. Zeit, die sich leicht anfühlt. Und mit meiner Liebsten natürlich: einen Tag abschalten, wie im Urlaub.

Gerne gehe ich zu Fuß. Nicht schnell, nicht weit, sondern bewusst. Das Leben findet jetzt statt.

Ich mag es zu lesen, besonders Krimis, und freue mich über Filme, die erzählen – englische Krimis oder französisches Kino.

Und immer wieder zieht es mich zur Ahnenforschung. Zu den Spuren derer, die vor mir waren. Hier geht es zum stammbaum.kuhrau.de.

Ich versuche, die Dinge, die ich tue, ernst zu nehmen. Meinen Weg zu gehen. Mit Verantwortung. Und mit Gefühl.

Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keins da.

Franz Kafka (* 3. Juli 1883 in Prag, Österreich-Ungarn, † 3. Juni 1924 in Kierling, Österreich) war ein deutschsprachiger Schriftsteller.