Als sie es aber abmaßen, hatten die, die viel gesammelt hatten, nicht zu viel, und die, die wenig gesammelt hatten, nicht zu wenig. Jeder hatte gerade so viel gesammelt, wie er brauchte. 2. Mose 16.18

Der Kirchentag 2013 in Hamburg macht daraus „Soviel Du brauchst“.

Wie viel braucht der Mensch? Reicht ein Brot, ein Bett, ein Dach über den Kopf? Ein einfaches Leben? Braucht der Mensch mehrere Autos mit goldenen Schlüsseln, die ein findiger Unternehmer individuell herstellt? Braucht er mehrere Häuser, Millionen auf dem Konto im Ausland, versteckt vor dem Staat, dem Finanzamt?

Geschichte dieser Zeit: Ein Unternehmer, früher ein erfolgreicher Fussballer, jetzt Vorsitzender eines noch erfolgreicheren Fussballvereins, bekannt und geehrt für sein soziales Engagement, macht eine Selbstanzeige in der Hoffnung auf Straffreiheit und zahlt mehrere Millionen an Steuern und Kaution. Was braucht dieser Mensch? Wozu braucht er die Millionen? Warum kann er nicht einfach seine Steuern zahlen, seinen Beitrag für die Gemeinschaft, dem Sozialwesen eines Staates, in dem er lebt?

Es ist ungerecht denkt er vielleicht, warum soll ich mehr als 40 % meines Einkommens an Steuern zahlen? Aber es bleiben doch noch mehr als 50 % übrig, mehr als die Hälfte von sehr viel ist auch noch sehr viel. Wie groß ist die Gier nach immer mehr und mehr, die Sucht nach Macht?

Ist das die Natur des Menschen, seine Überlebensquelle? Die Gier? Bringt sie ihn weiter?

Die Gier zerstört am Ende alles was ihr im Weg steht, wenn sie kein Ende findet. Ein bisschen Gier kann Antrieb sein, das Problem ist das zu viel an Gier.

Die Gier des Menschen kennt scheinbar keine Grenzen. Umweltzerstörungen, Klimaveränderungen, die Ausbeutung von Rohstoffen dienen zur Befriedigung der Gier derer, die die Macht haben, die das Geld haben, um damit noch mehr Reichtum zu erringen.

Was zählt sind die Millionen auf dem Bankkonto. Was nicht zählt, ist der Wert der Natur, der Erde, der Luft, des Wassers, der Tiere und Pflanzen an sich. Außer man kann damit noch mehr Geld verdienen.

Eine andere Geschichte. Sie sind über 10 Jahre verheiratet. Haben zwei kleine Kinder, sind glücklich denkt sie. Der Mann lernt eine andere Frau kennen, verliebt sich. Du bist eine tolle Frau, aber ich liebe dich nicht mehr, ein paar Wochen später ist er ausgezogen. Eine Liebe geht. Eine Liebe kommt.

Bis der Tot uns scheidet haben sie sich bei der Trauung gegenseitig versprochen. Das ist keine Garantie, Wege können sich trennen, weil Menschen sich in eine andere Richtung, von einander weg, entwickeln. Weil sie sich nicht mehr verstehen, sich nichts mehr zu sagen haben. Weil sie neugierig sind, ihnen etwas fehlt. Weil sie gierig sind nach einem anderen Leben, nach einer anderen Erotik, nach Freiheit. Es kann 1001 gute Gründe geben.

Aber jeder Mensch hat und trägt Verantwortung, besonders für seine Familie, die Menschen, die im anvertraut sind, die Kinder. 1001 Gründe zu gehen, ein Grund zu bleiben. Wenn, der Verantwortung gerecht zu werden, nicht auch bedeuten kann zu gehen.

Wir zahlen unsere Steuer, weil wir Verantwortung tragen, mit tragen, für die Menschen, die mit uns in unserem Land leben.

Wir scheiden auch nicht einfach freiwillig aus dem Leben, wenn wir Verantwortung tragen, für unser Leben, das uns geschenkt wurde, von unserer Mutter, unserem Vater.

Nein, ich bleibe, weil ich Verantwortung trage, für mich, für mein Leben. Und für die Menschen, die sich entschlossen haben mit mir zusammen zu leben, es mit mir auszuhalten.

Und ich bleibe, weil ich nicht die übermaßende, gierige Gier in mir trage, nach immer mehr Wachstum und Macht. Wenn immer mehr Menschen so denken und leben, dann werden sich vielleicht die Werte der Gesellschaft ändern…

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