Lach nicht so laut

Thüringen

Wir kommen aus dem Nichts. Wenn wir geboren werden. Unsere Seele kommt aus dem Nichts. Wir gehen ins Nichts. Wenn wir sterben. Wir fühlen nicht mehr. Wir sind nicht mehr. Einfach weg. Ohne noch irgendetwas zu wissen, zu sein. Kein Mensch von heute wird wissen, wie unsere Erde in 1000 Jahren aussieht. Wenn wir tot sind, ist alles für uns vorbei. 

Wirtschaft, Geld, Kapitalismus, der Glauben an Gott, sind fest ins Leben verwurzelte, von Menschen ersonnene Gedankengebäude. Das Christentum und andere Religionen geben dem Leben einen Sinn, über den Tod hinaus.

Verbreitung der drei wichtigsten Religionen

Religion

Weltweit prozentual

Weltweit absolut

Christentum 29,5 % 2.293.270.000
Islam 23,7 % 1.844.230.000
Hinduismus 15,0 % 1.165.610.000

Quelle: https://www.laenderdaten.info/religionen/index.php

Überaus viele Menschen glauben, dass es einen Gott gibt, einen Himmel, in den wir kommen. Das das Leben nicht im Nichts endet, sondern etwas danach kommt. Der Glaube kann uns moralisch festigen, kann uns ein guter Mensch sein lassen. Er kann uns Hoffnung geben, dass das Leben nicht einfach irgendwann vorbei ist. 

Für Gott, für Himmel und Hölle, gibt es keinen einzigen Beweis. Eine Religion kann nicht bewiesen werden. Denn keine Geschichte, keine Worte in der Bibel, keine theologische Auslegung, kann mehr als durch Worte und Schriften belegt werden. Und diese Worte sind über Generationen von Menschen gedacht und gelebt. Jeder Glaube an Gott ist von Menschen erdacht. Ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage. Auch wenn Theologen das bestimmt anders sehen. 

Man kann die Bibel zitieren. Man kann von den Aposteln lesen. Die Psalmen auslegen. Zu Gott beten. Oder den Koran deuten. Andere heilige Schriften interpretieren. Nichts in den Religionen kann irgendwie belegt werden, außer mit Worten. Keine mathematische Formel, keine physikalische Herleitung, kein wissenschaftlicher Versuch, kann Gott, kann die Bibel oder den Koran, kann Engel und Teufel beweisen.

Glauben heißt glauben und nicht wissen

Gott wird auch dadurch nicht wahr, dass viel Gutes im Glauben erwächst. Hier liegt bestimmt der tiefe und gute Sinn des Glauben und warum er sich in tausenden Jahren geschöpft hat. Geschöpfe, Menschen handeln sozial, helfen wirklich, weil sie religiös leben. Andere finden Halt, der ihnen erst ermöglicht, einen Weg zu finden, ihr Leben zu verwirklichen. Im Glauben entsteht über aus viel Schönes. Die Kraft, die sich aus der Hoffnung, dem Glauben, heraus entwickelt, ist sehr wertvoll. 

Glaube ist positiv. Wenn man es aus diesem Blickwinkel betrachtet. Aber wir sollten bei all den nicht vergessen, dass der Glaube auch ein von Menschen gemachtes Werkzeug ist, das insbesondere ein Instrument der Macht ist. Vom Pfarrer in der Gemeinde bis zum Bischof, zum Papst verbreitet sich eine Herrschaftsgewalt. Macht über andere, über die Gemeinde, die Anhänger, Macht über Frauen. Lautes Lachen in der Kirche wird nicht gut geheißen, weil es sich nicht gehört.

Bis hin zum Krieg, zum töten im Namen der Kirche, ist alles möglich. Und zum Glaubenskrieg, wie der Dschihad von islamistischen Terroristen, die durch Islamismus motiviert sind. Im Namen Gottes werden andere Menschen unterdrückt. Der katholische Glaube verbietet Verhütung und Abtreibung. Denn der Vatikan hat gesagt. In der Bibel steht geschrieben. Im Namen Gottes werden Gebote erlassen. Werden Frauen gezwungen sich zu verhüllen. Mit dem Koran wird es begründet. Frauen durften bis 2018 in Saudi-Arabien nicht selber Auto fahren. Denn Allah hat gesagt. Verbrechen werden begangen. Kinder von Priestern vergewaltigt. Straftaten werden vertuscht, Männer der Kirche üben ihre Macht unerbittlich aus.

Bildung für bestimmte Bevölkerungsgruppen wird versagt. Wer nicht denkt wird gelenkt. Wer das „selber denken“ nicht lernen durfte, kann so leichter zu einem Werkzeug der Macht „gemacht“ werden.

Je mehr Menschen glauben, desto besser ist es für die Festigung der Macht. Und wenn so viele Menschen glauben, muss dass dann nicht alleine deswegen wahr sein? 

Ich finde, Religion – der Glaube an Gott – mit allen facettenreichen Variationen, ist eine perfekte Verschwörungstheorie. Es ist nicht schwarz-weiß. Es ist, wie das Leben, sehr farbenfroh. Von Menschen erfunden. Und nicht von der Natur gegeben. Bringt der Glaube sehr viel Gutes. Und sehr viel Schlechtes. Und vieles zwischen diesen Polen.

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