Sportliche Höchstleistung. Menschen müssen immer schneller laufen, immer bessere Leistungen bringen. Oder auch immer neue Herausforderungen bezwingen. Sportliche Leistungen waren früher eine Möglichkeit, zum Beispiel für die schottische königliche Garde die am besten geeigneten Soldaten zu finden. Aber was passiert, wenn man dieser „Notwendigkeit“ ihren Grund nimmt. Was bleibt?

27.04.2016. Apples Verkauf von iPhones, iPads und Macs bricht ein. http://m.heise.de/newsticker/meldung/Apples-Verkauf-von-iPhones-iPads-und-Macs-bricht-ein-3189443.html . Der Aktienkurs rutscht ab.

Warum?

Warum denkt der Mensch, Wachstum muss sein. Neue Märkte müssen erobert werden. Immer mehr und mehr und mehr. Was bringt dieses mehr. Dieses mehr an Geld und Macht? Warum tickt die Wirtschaft so anders, als das Leben in der Natur. Nur aus Macht? Weil sich der Mensch nicht mehr über die inneren Werte definiert, diese hinter Masken verliert?

Dieses Leistungsdenken ist tief verwurzelt. Aber keine königliche Garde wählt uns noch als Soldat aus, nur weil wir „der Stärkste“ sind. Dafür zahlt Bayern München Millionen für die besten Fußballspieler.

Der Mensch ist ein Wesen, das mehr benötigt, als er braucht.

Warum? Einzelne Menschen als Gewinner. Konzerne als Idol. „Ich habe einen Apple.“ Identifikation der Menschen. Darüber. Daran kann man sich festhalten. Wenn man keinen anderen Halt hat. Und wenn das nicht reicht. Nach ein paar Monaten. Wird ein neuer Apple gebraucht. So werden Bedürfnisse geweckt. An denen die großen Konzerne verdienen. Immer mehr und mehr.

Ich habe auch ein iPhone. Einen Mac. Finde die Bedienung gut. Sie ist einfach und oft intuitiv. Das System funktioniert. Die Komponenten sind meistens gut aufeinander abgestimmt. Wie eine Hose. Die einfach passt. Darauf kommt es mir an. Das es komfortabel funktioniert. Mir kommt es auf diese inneren Werte an. Nicht auf die Marke. Nicht auf Äußerlichkeiten. Mir kommt es auf dieses andere an. Auf das Innere.

Auf die Liebe. Zum Beispiel. Eine Liebe voller Zärtlichkeit. Voller verstehen und Verständnis. Eine Liebe als Gefühl. Die da ist. Ohne muss. Ohne Muss zu wachsen. Eine Liebe, die einfach nur ist.

Blickt man in die Natur. Sie ist so reich. So vielfältig. Und einzigartig. Voller Leben. Wachsen. Und vergehen. Ein Kreislauf. Kein immer mehr und mehr.

Ich meine, wir müssen unser Denken ändern. Wir müssen im Kreislauf denken. Nicht im immer mehr. Wir müssen das Vergehen, das Ende genauso wertschätzen, wie die Geburt, das Werden. Wir müssen das Kleine genauso schätzen, wie das Große. Die alte Hose genauso wie die neue. Wieso ist oft das Neue teurer als das Alte? Nur weil das Alte gebraucht ist? Weil es weniger leistet?

Das ist vielleicht sehr schwer. Denn dabei müssen wir lernen, loszulassen. Was nicht mehr ist. Dinge, die sich ansammeln. Aber vergehen. Weil ihre Zeit vorbei ist. Oder auch einen geliebten Menschen, der geht, der stirbt. Voller Wertschätzung. Mit aller Liebe in begleiten.

Wir müssen lernen, wieder im „gemeinsam“ zu denken. Nicht, wie so oft, in der Abgrenzung zueinander. Der andere ist schlecht, dadurch bin ich besser. Wir müssen lernen, die individuelle Stärke des Einzelnen zu sehen. Nicht im Vergleich zu den anderen. Nicht in der Konkurrenz. Sondern als Wert des Individuums. Des Lebens an sich.

Viele Menschen denken vielleicht anders. Ich denke, daran erkrankt oft die Seele. Und das Schlimme: Man merkt es nicht.

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