Wie unglücklich muss ein Mensch sein. Wenn er andere Menschen durch einen terroristischen Anschlag mit in den Tod reißt. Aus dem Leben heraus.
Wie unglücklich machen wir Menschen, die in einer lieblosen Welt allen Halt verloren haben und damit zu so wahnsinnigen Taten fähig werden. Wie nahe sind sich das Unglück und das Glück.

Ein Kind kommt von einer Klassenfahrt nach Hause. Seine Mutter und ihr Lebenspartner holen es nicht ab. Es fährt mit den Eltern einer Klassenkameradin mit. Zu Hause wird es nicht begrüßt. Empfangen, nur mit Vorwürfen für eine Dummheit, die es vor der Reise nach Nizza begangen hatte. In der Nacht nach der Heimfahrt kommt es zu einem Terroranschlag in Nizza. Über 80 Menschen sterben. Warum kann die Mutter ihr Kind nicht umarmen?

Eine Mutter holt ihr Kind vom Flughafen ab. Das Kind freut sich darauf, nach Hause zu kommen. Die Mutter freut sich, dass ihr Kind wieder zu Hause ist. Die Reise nach Nizza war sehr schön. Erlebnisreich. Bei einem Ausflug nach Monaco haben die Kinder die Schüler aus Berlin getroffen, die bei dem Terroranschlag umgekommen sind. Als die Mutter am Morgen nach der Ankunft von diesem Terroranschlag erfährt, bricht sie in Tränen aus. Ich bin zu Hause. Sagt das Kind zu seiner Mutter.

Unglück und Glück. Wir begreifen das nicht. Das ein Mensch, ein Vater, über andere Menschen Tod, Trauer und Verzweiflung bringt. Am Nationalfeiertag in Frankreich. Einigkeit und Recht und Freiheit. Wie unendlich weit ist dieser Mann vom Leben entfernt? Von der Liebe?

Wie werden Menschen zu Attentäter? Was macht sie fähig, das Leben zu vernichten? Ist es die Unfähigkeit der Mutter, ihr Kind wegen Dummheiten nicht zu umarmen? Dem Kind keine Liebe zu geben? Keinen Halt zu schenken? Das ist der Anfang.

Nur mit Liebe kann man gegen den Terror dieser Welt vorgehen! Wir müssen dieser Gewaltspirale etwas entgegensetzen. Liebe. Den Kindern dieser Welt einen Lebenshalt geben. Ein Ziel. Eine Zukunft. Auf dem Weg ins Leben. Damit diese Kinder und ihre Kinder stark sind, sich gegen den Terror zu stellen. Werte entwickeln. Eigenständig denken. Nicht im blinden Glauben hinter dem Gott irgendeiner Religion oder Weltanschauung herlaufen. Sondern selbst denken und fühlen. Nicht irgendeinen Flüchtling oder anderen Menschen dieser Welt zum Sündenbock machen und mit Gewalt begegnen. Sondern lieben. Ganz einfach. Wie die Mutter, die weinte, als sie von Nizza hörte. Wie viele Tränen braucht es, das zu begreifen?

Link: http://www.spiegel.de/politik/ausland/nizza-anschlag-innenminister-cazeneuve-verteidigt-polizei-a-1103335.html

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar! Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

neunzehn − neunzehn =