Weltmeisterschaft in Südafrika. Bei jedem Spiel der deutschen Mannschaft sind die Straßen wie leer gefegt, die Menschen sitzen vor dem Fernseher, oder braten beim Public Viewing in der Sonne. Kaum einer kann sich dem entziehen. Dabei finde ich die Freude über das Spielvermögen gut, aber das hysterische Gekreische, dass die Medien so gerne übertragen, geht doch auf die Nerven.

Rückblickend, die bisherigen Spiele betrachtend, finde ich die Entwicklung der Spiele sehr interessant. Die deutsche Mannschaft hat das erste Spiel der WM sehr gut gespielt hat. In einem gelungen Auftakt gegen Australien wurde eindeutig gewonnen, die Spieler wurden von allen sehr hoch gelobt. Aber dann kam die Ernüchterung, das zweite Spiel ging mit 1:0 gegen Serbien verloren, ein wichtiger Stürmer erhielt die rote Karte und ein Elfmeter wurde verschossen.

Die Mannschaft war nach diesem Spiel wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Hochmut kommt vor dem Fall, wie schon in der Bibel (Altes Testament), die Sprüche Salomos Kap. 16, Vers 18, steht.

Das nächste Spiel in der Vorrunde brachte dann einen knappen „Arbeitssieg“ gegen Ghana, der Kampfgeist überwog.

Ab nun ging es um alles oder nichts. Und die Mannschaft aus Deutschland überzeugte: Mit einem 4:1 gegen England im Achtelfinale und einem 4:0 gegen Argentinien im Viertelfinale wurde klar, was diese Mannschaft im Vergleich zu vielen anderen in dieser WM auszeichnet: Teamgeist. Die Spieler spielen miteinander, jeder setzt sich für den anderen ein, aber keiner auf Kosten anderer. Die Spieler haben verstanden, dass Sie nur als Elf gewinnen können.

Nun liegen noch zwei Spiele vor dieser jungen Mannschaft – es ist egal, wer in diesen Spielen Weltmeister 2010 wird. Denn das bisher Gezeigte zählt. Möge diese Art des Spiels, dieser Teamgeist, auf die Menschen „abfärben“. Genügend sehen ja zu.

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