Recht zu Leben für jeden Menschen – hier und jetzt und überall

Tulpen im Garten

„DAS ERSTE GEBOT Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.

Was ist das? Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen.“ (Quelle: https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/wir-fuer-sie/sie-persoenlich/zehn-gebote)

Ist ein Glaube, der ein Weltbild wie die 10 Gebote formuliert, in der heutigen Zeit nicht sehr weltfremd? Sollten wir in unseren Zeitalter nur einen einzelnen, einen Herren, einen Gott, wirklich als alleinigen über alle anderen anerkennen? Das widerspricht doch jedem Demokratiegedanken! Denn daraus leiten die Menschen ab, dass es Herrscher und damit auch Beherrschte gibt. Schon in diesem Gebot sehe ich den Keim dafür, der vorgibt, wie wir Menschen leben sollen. Und womit jede Herrschaft als Gott dienlich gepriesen werden kann. Im Namen Gottes ist alles möglich, ich handle in seinem Namen, das rechtfertigt meine Macht. Liebe und Vertrauen sollen Sicherheit vermitteln, aber Furcht und Angst zu schüren, sind Mittel der Unterdrückung. Ist das der richtige Weg in der Zeit der Krisen? Weiterlesen

Blume

Das wirtschaftliche System ist auf Wachstum ausgerichtet. Der Umsatz, mehr noch der Gewinn müssen weiter gesteigert werden. Man braucht diesen Gewinn, um zu investieren, expandieren und neu Märkte zu schaffen. Um mehr Umsatz zu generieren. Mehr und mehr. Immer weiter. 

Ach, man kann nicht mehr Geld mit der Entwicklung neuer Antibiotika verdienen? Dann stellen die großen Pharmakonzerne die entsprechende Forschung rundweg ein. Wir benötigen noch weitere Flächen für die Landwirtschaft, brennen wir doch einfach den Regenwald ab. Der Berg steht der Kohle im Weg, sprengen wir ihn doch weg, der Krater gibt doch einen schönen See. Das bisschen Chemie stört doch nicht, beim Herauspressen des Erdgases aus dem tiefen Gestein.

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Recht auf Leben

Wie grausam
Menschen machmal sein können

Voller Wut
Dummheit
Ungnade
Voller Rache
Hass auf andere Menschen
Gier
Voller Ungerechtigkeit
Verantwortungslosigkeit
Machtbesessenheit
Rücksichtslosigkeit
Nimmt der Mensch
Mit seiner Gewalt
Nimmt der Mensch
Das Recht zu Leben

Wie kann das sein

Ohne mit der Wimper zu zucken
Ohne Gefühl
Mit irgendeiner Lüge als Rechtfertigung
Wird Unwahrheit zur Wahrheit
Für sich
Für andere
Als ob das Leben nichts ist
Als ob er das Recht hat
Über das Leben anderer Menschen
Zu bestimmen
Zu stehen
Zu richten
Als ob er etwas Besseres ist
Als der andere

Aber das ist er nicht

Kein Mensch ist mehr als der andere
Egal was er hat
Was er glaubt
Was er besitzt
Was er denkt
Wie er aussieht
Welches Geschlecht er hat
Welche Hautfarbe
Welche Herkunft
Keiner ist mehr
Als der andere

Kein Tier
Kein anderes Lebewesen
Stellt sich über andere
Erfindet einen Gott
Macht sich größer
Und mächtiger
Als andere

Nur der Mensch
Macht das
Und geht dabei
Gefühlskalt
Über Leichen

Wie kann das dann sein
Der Mensch kommt nach Hause
Küsst seine Frau
Liebt sie
Liebt seine Kinder
Lacht mit ihnen
Wie kann der Mensch Glück empfinden
Wenn er sich selbst im Spiegel sieht

Nur mit der Verdrängung seiner Taten
Und mit dem einreden
Sich und anderen
Das er das Recht hat

Aber
Das hat er nicht

Warum können wir Menschen, die in Not sind, die verfolgt werden, die eine Heimat verloren haben, deren Leben bedroht ist, die aus Krieg und Elend flüchten müssen, warum können wir diese Menschen nicht einfach und vorbehaltlos aufnehmen? Was spricht dagegen? Warum müssen wir unbedingt die Zahl der Flüchtlinge, die zu uns kommen müssen, begrenzen? Warum müssen wir die Flüchtlinge in Lagern ghettoisieren? Warum können wir ihnen nicht ein erträgliches Leben ermöglichen, sie finanziell unterstützen, ihnen die Möglichkeit bieten, sich bei uns einzuleben, die Sprache zu lernen, sich aufgehoben zu fühlen? Warum erlauben wir ihnen nicht vorbehaltlos den Nachzug ihrer Familien? Warum überhaupt müssen wir das Alter von Kindern medizinisch überprüfen, warum können wir ihnen nicht einfach glauben? Warum müssen wir unser Land schützen, vor mehr Einwanderer, vor anderen Menschen, die eine Zuflucht suchen, egal aus welchen Gründen? Warum können wir nicht begreifen, dass wir alle in einer einzigen, globalen Welt leben, nur eine Erde haben, und nur ein Leben, und das allen dieses Recht zu Leben zusteht.

Ich verstehe das nicht. Weiterlesen