Gedichte von Michael und auch von Anderen

Lache
Wenn du fröhlich bist

Weine
Wenn du traurig bist

Lache
Wenn du traurig bist
Versuche es

Sei Kind
Und Frau
Und Mann
Sei Mensch

Sei ohne Maske
Außer du gehst auf einen Maskenball

Sei authentisch
Wahr
Wahrhaftig

Schweige
Wenn dir deine Stimme das sagt

Rede
Mit klaren Worten
Wenn dir deine Stimme das sagt

Sei zärtlich
Zu dir selbst

Höre auf dich
Deine Gefühle
Deine innere Stimme
Dein Herz

Verlasse dich auf dich
Gehe deinen Weg
Jeder Schritt führt dich zu dir

Sei zufrieden im Sein
Denn das ist deine Kraft
Wer weiß es besser als du
Wer du bist

der Kuss
am Morgen
am Tag
in der Nacht

die Hand
die hält auf dem Weg

die Umarmung
zur Begrüßung
zum Abschied
oder einfach mal so

die Sprache der Liebe
findet ihre Worte im zärtlich sein

das Lächeln
ein freundliches Wort
eine Nachricht aus Liebe

wer sie nicht bekommt
der vertrocknet
wie eine Blume ohne Wasser

der stirbt
wie in der Hitze der Wüste

oder er geht
denn es ist nicht auszuhalten
ohne Zärtlichkeit

denn es stirbt
die Liebe
ohne Zärtlichkeit

Ein kleines Licht
In dieser Welt
Es leuchtet
Deinen Weg
Hell
In der Dunkelheit

Eine Hand
In dieser Welt
Sie beschützt
Deinen Weg
Sicher
Im Nebel

Ein Licht
In dieser Welt
Verlischt

Eine Hand
In dieser Welt
Lässt los

Lässt dich gehen
Deinen Weg
In Freiheit

Deine Freiheit
In der Liebe
Wegen der Liebe

Dich begleiten
Ein Stück des Weges
Gemeinsam
Verantwortung tragen
Für dich
Für mich
Für einen Augenblick
Des Glücks
Und immer wissend
Du bist nicht mein

Mein Herz ist größer
Als so klein
Zu denken

Die Füße tun mir manchmal schneller weh.
Manchen Weg gehe ich ein weiteres Mal.
Ich sehe so einiges aus einem anderen Blickwinkel.
Mit einer anderen Perspektive.
In einer anderen Zeit.

Es ist nicht mehr so warm.
Ich sollte eine Jacke dabei haben.
Aber an einem milden Herbsttag bin ich gerne.
Mit dem eigenen Rhythmus.
Genieße die wärmenden Sonnenstrahlen.

Bunte Farben leuchten.
Grün wird rot, wird braun.
Die Sonne wandert durch den Wald.
Regentropfen benetzen die Blätter.
Glitzern wie Diamanten.

Mit jedem Schritt auf diesen Weg.
Erkenne ich, wie wertvoll das Leben ist.
Kostbar, wie dieser Regentropfen.
Im Sonnenlicht.
Und Blätter rascheln bei jedem Schritt.

Der Frühling ist schon lange vorbei.
Ich erinnere mich gerne an diese Zeiten.
Auch der Sommer ist gegangen.
Die Erinnerung ist noch nicht fern.
Begleitet, trägt einen weiter.

Und der Winter des Lebens.
Manchmal denke ich schon daran.
Noch naht er nicht.
Selten graue Wolken.
Aber die Uhr bleibt nicht stehen.

Irgendwann
sind die Träume
nicht mehr da
dann fang nicht an
sie zu suchen
denn sie schlafen nur

Sei ganz ruhig
Dann sterben sie nie
und wenn du
nach deiner Rast
weitergehst
fällt leise
aus den Zweigen über dir
ein Traum auf
deine Schulter

(Ingrid Gnettner)

Wenn Engel einsam sind
in ihren Kreisen,
dann gehen sie von Zeit
zu Zeit auf Reisen.

Sie suchen auf der ganzen Welt
nach ihresgleichen,
nach Engeln, die in Menschengestalt
durchs Leben streichen.

Sie nehmen diese mit
zu sich nach Haus –
für uns sieht dies Verschwinden
dann wie sterben aus.

(Renate Eggert-Schwarten)

Das Glas ist nicht halb leer, es ist halb voll.
Die Schuhe sind nicht zu groß, meine Füße sind zu klein.
Es war nicht ein halbes Leben, es war nur ein halbes Leben.
Wenn wir es umdrehen, wenn wir uns umdrehen, dann tanzen wir.
Sei froh.
Die Sonne scheint auch hinter den Wolken.

ich bin traurig
weil ich nicht weiß
ob ich nicht einfach nur
ein Sandkorn bin
das der Wind vor sich hin weht

meine Traurigkeit
mischt sich mit meiner alten Angst
es ist meine Angst
sie gehört zu mir
wie ein altes paar Schuhe

eigentlich muss ich doch nur begreifen
dass mir die Schuhe
viel zu klein geworden sind
dass ich sie
gar nicht mehr brauchen kann

die Schnürsenkel sind zerrissen
und die Sohle abgetragen
traurige Menschen können gut trösten
sie wissen ja
was Traurigkeit bedeutet

meine Angst liegt
nicht begründet im Jetzt
sondern in dem
was früher war
in der Vergangenheit

Das Jahr geboren

Graues Wetter

Lärmende Feiern

Leere Straßen

Ende oder Anfang?

Über die Brücke

Die Grenze