Gedanken von Michael – Meine Gedanken zur Zeit

Schwanger sein

Die Sexualität von Männern scheint mir oftmals sehr verquer zu sein. Für Männer ist es scheinbar das Wichtigste, die eigene Lust zu leben. Darauf ist alles abgestimmt. Der Mann geht notfalls zu einer Prostituierten, um sich zu befriedigen. Im Geschäft mit Sex werden Frauen, oft auch sehr junge Frauen, zu einer Ware. Sie verkaufen ihren Körper, sich selbst. Und die Männerwelt verdient doppelt: als Freier und als Kunde. So werden Frauen erniedrigt und zutiefst verletzt. Hauptsache er. Der Mann. Ein Abenteuer, ein Verhältnis zu einer anderen Frau, ein Harem, alles scheint nur seiner Befriedigung zu dienen. Notfalls mit Gewalt, selbst eine Vergewaltigung ist für manche Männer der rechte Weg. Vergewaltigung als Folter kann sich nur eine Männerwelt ausdenken. Hier zeigt sich deutlich das Bild einer egoistischen Männerwelt. Hauptsache die eigene Lust wird befriedigt. 

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Gänseblume

Als junger Mann habe ich eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht. Hertie in Neukölln hatte mich nicht angenommen, aber die damalige Leiterin der Ausbildung des KaDeWe stellte mich ein. So absolvierte ich drei Lehrjahre mit Erfolg und wurde danach angestellt. Aus mir ist dennoch kein geborener Verkäufer geworden. Das KaDeWe hatte damals noch eine andere Ausrichtung als heute der Einzelhandel. Natürlich musste auch Umsatz erwirtschaftet werden, aber Bedeutung wurde ebenso darauf gelegt, qualitativ gute Produkte zu verkaufen. Man musste keinem Kunden etwas aufschwatzen. Wer in der heutigen Zeit, zum Beispiel in einem Outlet Center, einkauft, der kann durchaus Markenprodukte günstiger erhalten, aber oftmals an die Bedingung geknüpft, mehr zu kaufen, als er braucht. In der Handelsspanne ist der mögliche Rabatt an Kunden sowieso einkalkuliert. Was alleine zählt, ist der Umsatz am Abend. Das ist Kapitalismus pur. Ich könnte das nicht. Als Verkäufer Menschen etwas verkaufen, was sie nicht wollen. Nicht brauchen. Und dabei mich verkaufen. 

Ich kann mich nicht verkaufen. Das ist bestimmt ein Grund, warum ich nicht erfolgreich bin. Aber was heißt erfolgreich? 

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Schneehaube auf Pflanze

Mit einfachen Worten erreichen sie uns. Wir meinen, sie sprechen unsere Sprache. Wir meinen, sie stehen mit uns auf einer Ebene. Sie sagen es doch. Wir, wir sind das Volk. Wir meinen, sie verstehen uns. Sie sind mit uns. Sie sind einer von uns. Also glauben wir ihnen. Es wird schon stimmen. Es ist subtil, es ist einfach. Es gibt zwar Stimmen, die sagen, dass sie Lügen verbreiten könnten. Aber das sind die anderen. Unsere Feinde. Die das meinen. Die sollen doch gehen. Wir sind das Volk. Wir lügen nicht. Wir zeigen euch doch nur eine Alternative. Eine alternative Wahrheit. Eine Provokation, ein kleiner Skandal, und von ihnen wird geredet, geschrieben, in den Medien wird berichtet. So erreichen sie uns. Es ist doch einfach, an klare Worte zu glauben. Ihr Denken ist schwarz oder weiß, gut oder schlecht. Schuld haben die anderen. Die uns bedrohen. Und wir sind entlastet. Wir wollen gut sein. Wir glauben ihnen. An ihre Wahrheit. Ihre einzige Wahrheit. So wie wir an Gott glauben. Den einzigen Gott. Ein Glauben gibt uns Kraft, gibt uns einen Sinn. So glauben wir auch ihnen. Unseren Führern. Das Gute muss siegen. Das Gute muss das Schlechte bekämpfen. Unseren Feind. Der uns bedroht. Für sie ziehen wir in den Krieg. Für sie kämpfen wir. Unter Kugelhagel, im Bombenkrater, blutüberströmt, im Sterben liegend, geht uns vielleicht ein Licht auf. Erkennen wir, dass wir in ihre Falle geraten sind. Ihnen auf den Leim gegangen sind. Wie die Ratten dem Rattenfänger, und seiner so schönen, einfachen Musik. Dass sie uns geführt haben, wie Marionetten an Schnüren. Wie es ein Führer eben macht. Aber es ist zu spät. Wir lassen unser Leben für sie. Wir opfern unsere Demokratie. Wir opfern unsere Kinder. Unsere Zukunft. Aber, das sagt doch der Andere, der Feind. 

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Rote Knospe

Wir haben keine Zeit. Für Gefühle, für Trauer. Der Tod. Er kommt. Unausweichlich, für jeden, immer. Manchmal auf plötzliche Weise. Ein Unfall, eine schwere Erkrankung, ein Freitod. Für den Menschen, der gestorben ist, ist es vorbei, das Leben, das Fühlen, alles. Aber es ist nicht vorbei. Für die Menschen, die weiterleben, die den Verstorbenen kannten, die ihn liebten. Es ist nicht vorbei, für die Mutter, den Vater, den Ehepartner, den Kindern, den Verwandten, Freunden und Bekannten. Jedes Leben wirkt.

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Sonnenblume

Menschen haben sich eine eigene Realität geschaffen. Diese Realität, diese Welt des Menschen, ist weit entfernt von der Welt, der Natur, in der der Mensch lebt. Darin sehe ich das Problem überhaupt. Der Mensch empfindet sich als etwas besseres, höherstehend als alles, was sonst in der Welt existiert, er erhebt sich darüber. Über alles. Der Mensch sieht sich selbst als Gott, der über allem steht.

„Als Kolonialismus wird die meist staatlich geförderte Inbesitznahme auswärtiger Territorien und die Unterwerfung, Vertreibung oder Ermordung der ansässigen Bevölkerung durch eine Kolonialherrschaft bezeichnet. Kolonisten und Kolonialisierte stehen einander dabei kulturell in der Regel fremd gegenüber, was bei den Kolonialherren im neuzeitlichen Kolonialismus mit dem Glauben an eine kulturelle Überlegenheit über sogenannte „Naturvölker“ und teils an die eigene rassische Höherwertigkeit verbunden war.[1] Diese Vorstellung wurde durch frühe Theorien einer soziokulturellen Evolution gestützt. Die Kolonisierung der Welt durch europäische Nationen leistete der Ideologie des Eurozentrismus Vorschub.[2] …

1 Osterhammel 1995: S. 19–21.

2 Hans Köchler: Demokratie und neue Weltordnung: ideologischer Anspruch und machtpolitische Realität eines ordnungspolitischen Diskurses. AG Wissenschaft und Politik, 1992. S. 9, 26.“

Zitat: Wikipedia

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Knospe

Wer regiert uns hier in Deutschland? Im Jahre 2018.

Politiker, die sich streiten. An sich ist das ja nicht schlecht. Kontroversen zu führen, um den richtigen Weg zu finden. Kompromisse zu erreichen. Hinter denen sich die Mehrheit wieder findet. Aber in Deutschland, spätestens seit der letzten Wahl im vergangenen Jahr, scheinen die Politiker nicht mehr regieren zu wollen. Nach der Wahl verweigert die SPD Gespräche zur Großen Koalition. Dann scheitert das Dreierbündnis zwischen CDU/CSU, Grünen und FDP am Nein der FDP. Nach endlosen Verhandlungen einigen sich danach doch CDU/CSU und SPD auf eine Regierungsbildung. Jetzt streiten sich CDU und CSU und gefährden damit das Bündnis der Schwesterparteien. Wir wählen Menschen, die nicht regieren wollen. So scheint es. Die sich nur persönlich profilieren wollen. Aber wenig machen, für alle Menschen, in unseren Land. Wen sollen wir, wir Bürger denn noch wählen? Natürlich ist das ein Geschenk für die rechten, populistischen Parteien. Die in diesen Wirren ihre Chance sehen. Wählt doch uns, wir machen es anders, wir vertreten euch. Wir sind für Deutschland. Wir vertreten den kleinen Mann, die einfache Frau. Wir schützen euch vor Bedrohungen. Wir schützen Deutschland. Wählt uns. CDU/CSU, SPD, FDP wollen ja nicht mehr regieren. Seht, wie sie sich zerfleischen.

Das ist ein gefährliches Spiel. Wir hatten es schon. Auf einmal regierte die NSDAP. Unterdrückung, Krieg, Verfolgung und Völkermord war das Ergebnis. Endloses Leid. Durch uns Deutsche! Die junge Demokratie wurde im „Dritten Reich“ abgeschafft. Ich habe Angst davor. Große Angst. Das wir wieder in eine Zeit hinein kommen, in der die Demokratie in Gefahr gerät. In der fanatische Gruppen an die Macht kommen und Menschen, in ihrer sozialen Unzufriedenheit, mit sich reißen und Zerstörung der freien, demokratischen Gesellschaft die Folge ist. In der Ungerechtigkeit herrscht. In der die eigene Meinung nicht gesagt werden darf. In der die Freiheit des Einzelnen stirbt. Jedes Menschen.

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Knospe

Der Mensch denkt. Er überlegt. Er forscht. Der Mensch entwickelt. Erfindet. Er entdeckt. Der Mensch probiert. Urteilt. Beweist. Der Mensch verwirft. Irrt. Ändert die Richtung seiner Gedanken. Das Denken macht den Menschen aus. Der Mensch glaubt, das unterscheidet ihn. Er ist das beste, das am weitesten entwickelte, Geschöpf. Weil er denkt. Weil er weniger seinen Instinkten folgt. Wie Tiere. Wie er glaubt. Sondern weil er denkt. Damit fühlt er sich überlegen. Damit hebt er sich ab. Denkt der Mensch.

Der Mensch denkt, jetzt ist das Wetter aber toll. Seit mehreren Wochen ist es schön warm. Die Sonne scheint jeden Tag. Schönes Wetter sagt der Nachrichtensprecher. Sagen die Menschen dazu. Natürlich stöhnen auch welche über die Hitze. Haben damit gesundheitliche Probleme. Oder Landwirte beklagen sich über die deutlich sichtbaren und zu erwartenden Folgen der Hitze. Aber das sind wenige. Wettervorhersage. Wieder schönes Wetter, 31 Grad, Sonne, kein Regen. Die meisten finden dieses Wetter schön. Aus Sicht der Menschen betrachtet. Wird sich beklagt. Wird etwas schön gefunden. Es wird bewerten aus unserer Sicht, aus Sicht der Menschen. Vielleicht kann der Mensch das nicht anders. Wir sehen uns nicht mehr als Teil eines Systems, als ein Teil der Natur. Wir bewerten nicht aus Sicht der Natur. Aus Sicht einer komplexen Welt. Wir sind so vermessen, arrogant, uns aus dieser Natur heraus zu nehmen, abzukoppeln. Die Natur ist dem Menschen unterworfen. Er beutet sie aus. Er verschmutzt sie. Er zerstört sie. Und das, ohne jegliches, schlechtes Gewissen, und ohne wirklich langfristiges Denken, als ein Teil eines ganzen, ökologischen Systems.

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Blätter

Unsere Bundeswehr ist gut. Wir brauchen sie. Wir brauchen Menschen, die unser Land verteidigen. Freiwillige, die motiviert sind, bis an ihre Grenzen zu gehen. Und darüber hinaus. Körperliche Anstrengung, um auch extremste Situationen zu meistern, müssen trainiert werden. Ausdauer muss geübt werden. Befehle müssen ausgeführt werden. All das muss funktionieren, ohne wenn und aber. All das braucht ein Land, um sich verteidigen zu können. Aber es gibt eine Grenze. Es gibt Einheiten, die eine mehr als 80 % hohe Abbrecherquote haben. Warum? Hier herrscht rohe Gewalt. Man wird isoliert, man leistet die größte Anstrengung und wird nur niedergemacht. Die Seele wird gebrochen. Zum Schutz des Landes? Oder, um Menschen zu gefühlskalten Maschinen zu verwandeln, um jeden anderen, egal ob Feind, Frau oder Kind, ohne jede Gefühlsregung, eiskalt eliminieren zu können, oder auch vergewaltigen und foltern, ohne auch nur einen Gedanken über Recht oder Moral zu denken? Und noch weniger zu fühlen? Menschen werden abgerichtet zu Robotern. Diese Einheiten gibt es, hier bei uns in Deutschland, im 21. Jahrhundert. Das ist ein Skandal. Aber es scheint gewollt. Leider. Denn so ist das keine Verteidigungsarmee, so wird das zu einer Angriffsarmee, die als Ziel die Vernichtung hat. Die jedem Recht auf Leben entgegen steht. Das ist Krieg im eigenen Land. Es vernichtet nicht nur die Soldaten, die ihre Seele verloren haben, es vernichtet ihre Angehörigen, ihre Kinder, die in einer Welt ohne Liebe, in eisiger Gefühlskälte aufwachsen, in der nur diese Seelenlosigkeit weiter lebt. Mein Vater hatte sich im Krieg verloren. Krieg im eigenen Land. 

Der Glaube ist gut. Die Kirche gibt sozialen Halt. Der Glaube gibt den Menschen einen Sinn, einen Grund zu Leben. Er gibt Menschen etwas, wonach sie suchen, was ihnen fehlt. Das ist das Gute. Aber Religionen werden missbraucht. Im Namen der Kirche werden Kriege geführt. Auge um Auge. Zahn um Zahn. Rache für vermeintliches Unrecht. Strafe. Eine Religion wird Absolutheit. Menschen radikalisiert. Extremes Denken entwickelt sich, das irgendwann nur noch den eigenen Horizont kennt, und alles andere nicht akzeptiert, als Feind verurteilt. Dieses Denken ist wie eine Gehirnwäsche. Macht Menschen zu funktionierenden Robotern. Mit dem Ziel der Vernichtung der anders Denkenden. So wird der Glaube zu dem Gegenteil verkehrt, für das er eigentlich spricht. Für die Liebe. Für das Recht zu Leben. 

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Einen Reisenden kann man nicht aufhalten. Leider. Du hast deine Spur hinterlassen. In uns. Für eine andere Welt, eine andere Art zu Leben. Dafür, dass man jeden Menschen sich entfalten lässt, wie er ist. So wenig, wie ich von Dir weiß. Deine Mutter sagt, Du wolltest nicht erwachsen werden, in dieser Welt. Wie Peter Pan. Du hast nie den Faden Deines Lebens gefunden. Vielleicht hast Du Dich auch einfach nur unendlich geschämt. Für Dein Leben. Dein Sein. Für Verletzungen. Vielleicht hattest Du Angst, fühltest Dich bedroht. Hast Dich verloren. Warst einsam, hast Dich nie gefunden. Vielleicht. Vielleicht hast du Dich aber auch gefunden. Nur der Blick von uns anderen hat Dich nicht so sein lassen, so akzeptiert, wie Du es wolltest. Du hast es versucht. Du hattest einen Traum, das weiß ich. Vom Haus am See, wie es Peter Fox besingt. Fast hättest Du ein eigenes Kind gehabt. Aber diese Welt hat es Dir nicht leicht gemacht, nicht ermöglicht, genau so zu sein, wie Du sein wolltest. Alles muss funktionieren. In dieser Welt. Wer aneckt, wer anders ist, wer schwierig ist, der kann es unheimlich schwer haben, seinen Platz, seine Anerkennung, seine Beachtung, seine Nische, zu finden. Für Dich war es nicht möglich, Deinen Platz zu finden. Du warst klug. Du wolltest nicht mehr leben. Als ich am Tag nach Deinem Tod, von deiner Mutter, meiner Schwester, nach Hause kam, haben meine Frau und ich mit einem Glas Rotwein auf Dich angestoßen. Auf Felix.

Verblühte Tulpe

Sexuelle Übergriffe von Männern. Überall. Wo es Abhängigkeiten gibt. Hierarchien. Sexismus. Machtspiele. Nichts anderes. Und dabei die Lust zu empfinden. Zu kommen. Zu zeigen. Wer Mann ist. Ein Mann. Der herrscht. In der Not verkaufen Eltern ihre Mädchen. Je jünger, umso besser. Verheiraten sie. An reiche alte Männer. Und genügt die Frau nicht mehr, wird eine neue gekauft. Wen kümmern das Leid, das Schicksal einer Frau? Wo besser als im Sex kann Mann sein Ego stärken. Sehen. Sein. Koste, was es wolle. Egal was Frau dabei empfindet. Was sie fühlt. Was es für sie bedeutet. Als Objekt der Begierde der Männer. Vielleicht sollten Männer das einfach legalisieren. Als ein Naturgesetz. Umso mächtiger wäre doch der Mann. Ist doch eine „gute“ Idee, oder?

Politiker verhandeln nach der Wahl in Deutschland über die Regierungsbildung. Jamaika. Eine Koalition aus CDU, CSU, FDP und Grüne. Sondierungsgespräche. Seit Wochen. Gefühlt seit Monaten, einer Ewigkeit. Kann da zusammenkommen, was vielleicht unterschiedlicher nicht sein kann? Oder verkaufen hier Politiker, Parteien ihre Seelen? Was können sie im Kompromiss verändern? Ist angekommen, dass die Menschen in Deutschland Veränderung wollen? Kein weiter so? Ist bei der Macht angekommen, um was es wirklich geht? Oder sollten wir nicht gleich die Parteien abschaffen, eine Einheitspartei bilden? Ist doch eine „gute“ Idee, oder?

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